Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen KZ-Insassen

Am 21. Februar 2017 lud die Greta-Fischer-Schule den Schulleiter, Herrn Sommerer, einige Lehrer und die Klasse KBM 11X der Nikolaus-Lehner Berufsschule zusammen mit anderen Ehrengästen zum Zeitzeugengespräch mit Herrn Josef Salomonovic ein. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Direktorin, Frau Oswald-Kammerer, wurde zunächst u. a. von Frau Wilfurth, der stellvertretenden Schulleiterin und mehreren Schülern die Greta-Fischer-Schule vorgestellt. Des Weiteren wurde das Leben und Wirken der Namensgeberin Greta Fischer visualisiert. Anschließend begann das emotionale Zeitzeugengespräch. Herr Salomonovic schilderte den interessierten Zuhörern seine Geschichte aus der Perspektive eines Kindes, das er zu jener Zeit war.

Er begann mit seiner ersten Erinnerung. Zu dieser Zeit war er drei Jahre alt. Seine Familie und er wurden 1941 in das Ghetto nach Lodz deportiert. Um ihm die Angst zu nehmen, erzählte ihm seine Mutter, dass die Familie einen Ausflug nach Polen machen würde. Nach mehreren Zwischenstationen wurde die Familie Salomonovic 1944 in das KZ Auschwitz gebracht und von dort in das KZ Stuttenhof, wo Josef Salomonovic, sein Bruder Michael und ihre Mutter von ihrem Vater getrennt wurden. Aufgrund der näher rückenden Ostfront wurde die Familie nach Dresden verlegt. Während sein Bruder und seine Mutter in einer Munitionsfabrik arbeiteten, musste er sich jeden Tag verstecken. Nach seiner Entdeckung rettete ihn ein Luftangriff der Alliierten vor der Erschießung. Die Flucht gelang der Familie bei einem Angriff auf dem Fußweg in das nächste Konzentrationslager.

Im Anschluss an seine einstündige Schilderung beantwortete Herr Salomonovic zahlreiche Fragen der interessierten Schüler. Hier erzählte er weitere berührende und auch lustige Anekdoten aus seiner Lebensgeschichte. Dieses fesselnde Gespräch wird den anwesenden Schülern und Lehrern sicherlich lange in Erinnerung bleiben.

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