– Gespräch des Schulpatens Prof. Dr. Moris Lehner mit Schülern zur Wertevermittlung

Im Juli 2017 kam Herr Prof. Dr. Moris Lehner, Mitglied des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und seit kurzem Pate unseres Schulprojektes „Schule-ohne-Rassismus – Schule-mit-Courage“ an die Nikolaus-Lehner-Schule, um mit Schulklassen eine Art „Zeitzeugengespräch“ über seine Erlebnisse und Erfahrungen im Anschluss an die NS-Zeit zu führen.

Die interessierten Schüler, die an der Veranstaltung teilnahmen, hatten in diesem Schuljahr eine Bildungsfahrt nach Auschwitz und Krakau durchgeführt. Die Schüler waren bei ihrem Besuch in Polen u. a. in der Gedenkstätte Buchenau, in der internationalen Jugendbegegnungsstätte, in der Fabrik von Oskar Schindler, im jüdischen Viertel von Krakau und an Originalschauplätzen des bekannten Films von Steven Spielberg. Geprägt durch viele neue geschichtliche Informationen und basierend auf den gewonnenen Erfahrungen in durchgeführten Workshops kamen eine Reihe von Fragen über gesellschaftspolitische Themen wie z. B. Bürger- und Menschenrechte, Verbrechen, Glauben, Verfassungswerte oder politische Systeme bei den Schülern auf.

Prof. Lehner, der u. a. Öffentliches Recht an der Universität in München dozierte, nahm die Gelegenheit gerne wahr, um diese Themen mit den Schülern zu besprechen. Für ihn stellen die Grundwerte unserer Verfassung die zentralen Bausteine für das Funktionieren des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland dar. Ein mutiges Eintreten für diese Werte und vor allem für eine Gleichbehandlung stehe seiner Meinung nach an oberster Stelle. Mit der Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus“ würden die Schüler zudem ein tolles Zeichen der Toleranz setzen resümierte Prof. Lehner.

Es entwickelte sich ein lebendiger Diskurs mit Fragen und Gegenfragen. Im Verlauf der Veranstaltung gab Prof. Lehner auch Einblicke in familiäre Angelegenheiten und persönliche Ansichten. Die Schüler zeigten großes Interesse an seinen Aussagen und stellten ihm auch nach Beendigung der Veranstaltung noch weitere Fragen.

Nach zwei kurzweiligen Stunden verabschiedete sich Herr Prof. Lehner mit der Bereitschaft gerne wieder zu kommen, um bei verschiedenen Projektideen mitzuwirken.

Hr. Rauchenecker (links) und Prof. Dr. Moris Lehner (rechts)

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