Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist Titel und Herausforderung zugleich. Unter diesem Motto standen die Feierlichkeiten, zu denen Schulleiter OStD Johannes Sommerer vergangenen Freitag den Projektpaten Prof. Dr. Moris Lehner sowie zahlreiche weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Caritas Dachau begrüßen durfte. Er lobte das Engagement der Schüler sowie der gesamten Schulgemeinschaft. Es sei ein „hervorragendes Projekt der jungen Generation zur Gestaltung unserer Zukunft“. Die Themenfelder rund um Rassismus und Gleichbehandlung seien permanent brisant und müssten daher stets neu artikuliert werden. Daher sei die Schule der beste Ort, um Rassismus entgegen zu treten, betonte der Schulleiter. Die Schule „ist ein Lernort für Demokratie, Toleranz, Verantwortung, Courage und Engagement“.

Die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki unterstrich in ihrer Ansprache, dass die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ einen Erfolg im Bemühen um die Gleichberechtigung aller darstelle und zugleich auch eine Verpflichtung sei. Es sei offensichtlich, dass „in dieser Schule Vielfalt und Mut für den anderen einzustehen Zuspruch findet“. Sie ermutigte die Schülerinnen und Schüler diesen „langen und spannenden Weg zu gehen“, der nun eingeschlagen sei und schloss in Anlehnung an den Menschenrechtler Dr. Martin Luther King mit dessen Traum einer besseren Welt, in der Menschen nach dem Wesen ihres Charakters und nicht nach Hautfarbe, Geschlecht oder Religion beurteilt werden sollten.

Prof. Dr. Moris Lehner, Sohn des Namensgebers der Schule, sprach diesem Projekt im Namen seiner ganzen Familie ausdrücklich eine große Anerkennung aus und dankte den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz. Es sei ihm eine Ehre, dieses Projekt als Pate begleiten zu dürfen. Dieser „Einsatz ist Einsatz für das wichtigste Anliegen meines Vaters“ unterstrich Prof. Lehner. Sein Vater war als KZ-Überlebender nach dem Krieg in Dachau geblieben, weil er genau an diesem Ort etwas bewegen wollte. In diesem Sinne sei dieses Projekt ein sehr würdiger Vorstoß gegen Ungleichbehandlung.

Prof. Dr. Moris Lehner – der Pate des Projekts

 

Der Schülersprecher der Berufsschule, Rene Greene, schilderte den Entstehungsprozess des Projekts insbesondere des vorangegangenen Filmprojekts aus Sicht der Schülerinnen und Schüler.

Michael Schneider-Velho, der Fachbereichsleiter für Politische Bildung der Landeshauptstadt München, lobte das Engagement der Schulgemeinschaft. Er wies darauf hin, dass die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nicht nur ein Titel sei, sondern eine Selbstverpflichtung. Diese Selbstverpflichtung müsse „zum Lebensgefühl werden, an dem man permanent arbeiten“ müsse, um in unterschiedlichsten Lebenswelten zusammen zu finden. Der Titel sollte dazu anregen, eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Im Anschluss an seine Rede verlieh Schneider-Velho den Titel an den Schülersprecher stellvertretend für die gesamte Schulgemeinschaft.
Besonders stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von der Lehrerband, den „Rockin‘ Teachers“.

Schülersprecher Rene Greene

Schulleiter OStD Johannes Sommerer

Schüler die am Filmprojekt beteiligt waren, die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki (m.), Rene Greene (m.), Johannes Sommerer (2. v.r.), Michael Schneider-Velho (r.)

Michael Schneider-Velho

Die “Rockin’ Teachers”

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