– Großplanspiel „Der Landtag sind wir“ im Maximilianeum

„Politik in einer Demokratie ist immer ein Kompromiss!“

Am 19. Juli war die Klasse 10 A der Anlagenmechaniker eingeladen, am Großplanspiel „Der Landtag sind wir“ teilzunehmen. Neben der Berufsschulklasse waren je eine Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums München, der Drei-Flüsse-Realschule Passau sowie der Staatlichen Fachoberschule Kempten dieser Einladung gefolgt. Die insgesamt rund 120 Schüler wurden vom Direktor des Bayerischen Landtags Peter Worm und der Leiterin des Planspiels Eva Feldmann-Wojtachnia vom Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) der LMU München begrüßt und über den geplanten Ablauf des Tages informiert.
Ziel des Planspiel war es, den Jugendlichen im Rahmen aktiver Mitarbeit einen umfassenden Einblick in den Gesetzgebungsprozess und die Arbeit der Landtagsabgeordneten zu vermitteln. Die Vorgabe bestand in der Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs zum Thema „Wahlrecht mit 16“. Zunächst wurde Konrad Unsin (Azubi der BS Dachau) über das Losverfahren zum sogenannten “Alterspräsidenten des Bayerischen Landtags” erkoren. Die anderen Schülerinnen und Schüler wurden schulartübergreifend der bayerischen Parteienlandschaft zugelost und schließlich noch mehrere Presseteams bestimmt. Damit konnte die eigentliche Arbeit beginnen:
Die Gesetzesvorlage wurde in den Sitzungsräumen der Parteien des Landtags in Fraktionssitzungen diskutiert. Die Mitglieder der Fraktionen hatten im Anschluss daran den Auftrag, die Vorstellungen ihrer parteiinternen Gespräche in den Ausschusssitzungen – selbstverständlich geschickt durchargumentiert- zu vertreten um die zuvor beschlossene Parteilinie zur Gesetzesvorlage möglichst erfolgreich durchzusetzen.
Währenddessen erstellten die Presseteams in einem separaten (abhörsicheren!) Raum Meldungen, die sofort in den Druck gingen und den aktuellen Zwischenstand der Gespräche wiedergaben.
Der Höhepunkt des Tages war die konstituierende Plenarsitzung in der das Plenum endgültig über die Annahme des Gesetzes entschied. Das Votum fiel gegen das Wahlrecht mit 16 aus.
Martin Güll (SPD), der die Klasse der Berufsschule eingeladen hatte, stellte sich mit seinen Kolleginnen Ingrid Heckner (CSU), Gisela Sengl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und dem bildungspolitischen Sprecher Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Diese hatten dadurch die Möglichkeit einzelnen Landtagsabgeordneten Fragen zu aktuellen politischen Positionen zu stellen.

 

Für Peter Worm, Direktor des Bayerischen Landtags, war der Besuch der vier Schulklassen “eine schöne Abwechslung”.

 

Alle waren sich einig: “Hier lernt man was für’s Leben!” – Thomas Schmid, Obak Ertugrul und Simon Schöpf (v.l.n.r.)

 

Leonard Plöckl, Johannes Euringer, Worf Stefan, Konrad Unsin, Simon Schöpf (v.l.n.r.)

 

Die Tücke steckt -wie immer- im Detail!

 

Die bunte Mischung der verschiedenen Schularten reflektierte die Vielfalt der Gesellschaft und ließ das Großplanspiel umso realistischer ablaufen.

 

 

Posted in Uncategorized
Zur Werkzeugleiste springen