Berufsschulpflichtige Asylbewerber & Flüchtlinge

An der Berufsschule Dachau werden berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge in der Regel zwei Jahre beschult:

Im ersten Jahr, in der sogenannten Berufsintegrations-Vorklasse liegt der Hauptaugenmerk auf dem Erlernen der deutschen Sprache. Außerdem werden Grundkenntnisse in Mathematik und Lebenskunde (Kennenlernen der hiesigen Kultur) vermittelt. Die mindestens 15 Jahre alten Schülerinnen und Schüler werden montags bis freitags über jeweils sechs Schulstunden unterrichtet. Fachspezifische Unterrichtsgänge sind üblicherweise auch in diese Zeitintervalle eingebettet. Während dieses Schuljahres werden die jungen Menschen sowohl von Lehrkräften der Berufsschule als auch von Fachkräften des Kooperationspartners BFZ im Rahmen des Unterrichts und sozialpädagogisch begleitet.

Im zweiten Jahr wird der Unterricht durch Praktika (verpflichtend) erweitert. Unternehmen, die Praktika für Flüchtlinge anbieten möchten, können sich gerne beim BFZ unter der Telefonnummer 08131 – 90743167 melden.

Was soll in den zwei Jahren erreicht werden?

  • Es werden grundlegende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift vermittelt bzw. schon vorhandene Deutschkenntnisse können vertieft werden (die Förderung der deutschen Sprache ist Unterrichtsprinzip in allen Fächern!).

  • Die Schüler(innen) erhalten Kenntnisse darüber, wie die Menschen in Deutschland leben.

  • Es werden Möglichkeiten eröffnet, die Allgemeinbildung zu verbessern, Lern- und Methodenkompetenzen sowie Handlungskompetenzen zu erwerben oder auszubauen.

  • Durch den theoretischen wie auch praktischen Unterricht erhalten die Schüler(innen) die Grundlagen für eine berufliche Orientierung.

  • Über Exkursionen, Betriebsbesichtigungen und auch Praktika werden unmittelbare Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Deutschen vermittelt.

Nach erfolgreichem Absolvieren der zwei Jahre kann der Mittelschulabschluss erworben werden.

Die Berufsschule Dachau ist Modellschule des Projekts “Perspektive Beruf für junge Flüchtlinge und Asylbewerber” des Bildungspakts Bayern. Für weitere Informationen diesbezüglich klicken Sie hier.

 

 


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