Partnerschaft Spittal a.d. Drau

„Erneuerte“ Schulpartnerschaft mit der Fachberufsschule Spittal a.d. Drau

Berufsschüler, Anlagenmechaniker SHK der Staatlichen Berufsschule Dachau fuhren im Dez. 2009 nach Kärnten
Friedhelm Baumann                                                  Dachau, 21. Dez. 2009

Montag, 14. Dez. 2009: Anreise und Fachberufsschule besichtigt

Um 09:42 Uhr fuhren neun Berufsschüler für Anlagenmechaniker SHK von der Klasse Anl 12A, begleitet von ihrem Lehrer Herrn Baumann, am Holzkirchner Bahnhof in München mit dem Regionalzug RE 30011 pünktlich los. Umsteigen musste man in Salzburg in den OEC 690 und kamen dann um 14:30 Uhr in Spittal an. Dort wurden wir vom verantwortlichen Lehrer, Herrn Lindner und einigen Schülern, mit Freude empfangen und zur zentralgelegenen Kolping Jugendgästehaus in der Litzelhofenstr. 11 begleitet.

 

Schüler von Spittal a. d. Drau  und Dachau  vor der Fachberufsschule

Nach der Zimmerübergabe und einer kleinen „Jausen“ besichtigten wir die Labors und Unterrichtsräume in der Fachberufsschule. Die Rohrwerkstät-ten, Labors für Heizung, Sanitär, Gasinstallation, Lüftungs- und Klimatechnik, Elektrotechnik, EDV-Räumen und Bäderausstellungen befinden sich auf verschiedenen Ebenen und sind mit den modernsten Geräten und Werkzeugen ausgestattet. In den Werkräumen wird über Ringleitungen und Schlauchtrommeln Acetylen, Sauerstoff, Argon, Formiergas, Schutzgas, Stickstoff und Propan zu jeder Werkbank geführt. Hinzu kommt eine elektrische Energieampel mit drei Anschlüssen für 230 V und einem 400 V Anschluss. Über ein Schließsystem werden die benötigten Energien freigegeschaltet.

 

Rohrwerkstatt mit Anschlüssen von der Decke

Schüler der Klasse Anl 12 A vor einem Ölbrenner mit einem Schauglas

Das Labor für die Heizung ist äußerst eindrucksvoll ausgestattet. An jeder senkrechten Energiesäule befinden sich vier verschiedene angeschlossene Ölbrenner mit einem Schauglas zum Beobachten und Bewerten der Brennerflamme.

In einer Heizungsanlage ist der Brenner gewissermaßen das Herzstück. Den Grad der Energieausnutzung und die Güte der Verbrennung bestimmt entscheidend der Brenner. Aus der Sicht des Nutzers sind folgende Anforderungen besonders wichtig: Betriebssicherheit, Wartungsfreundlich-keit und geringe Geräuschbelästigung.

Verdampfungs- und Zerstäubungsbrenner haben unterschiedliche Flammenbilder. Auch die Forderung nach niedrigen Schadstoffemissionen, insbesondere auch der NOx-Emission führte zum Rezirkulations- oder Blaubrenner mit einer weiß-blauen Flamme. In der Praxis können die Flammen mehr oder weniger nicht beobachtet werden, aber dem Fachmann geben sie Aufschluss über die richtige Brennereinstellung (Öldruck, Luftanteil).

Die Umwelt schonen und Wärmeenergie einsparen, ist in den vergangenen Jahren der Antrieb technischer Weiterentwicklung gewesen. Dies ist durch weiter gehende Nutzung der Wärme aus Abgasen möglich, z. B. durch die Brennwerttechnik.


Schüler der Klasse Anl 12 A vor einem Gas-Brennwertgerät

Brennwertgeräte werden mit steigender Tendenz in Neubauten eingesetzt, eine säurefeste und luftdichte Abgasanlage ist aber erforderlich.

Der Aufbau des Gerätes und der funktionale Zusammenhang aller Bauteile sind am Messstand zu erkennen. Die praxisnahen Wartungs- und Einstellarbeiten können geübt und durch sachgerechte Messungen überprüft werden. Dabei wird auch geklärt, weshalb beim Brennwertgerät der Wirkungsgrad deutlich über 100 % liegt. In vielen europäischen Ländern wird -historisch bedingt- der Nutzungsgrad immer auf den Heizwert bezogen.

Dienstag, 15. Dez. 2009: Besuch der Firma Artweger in Bad Ischl

Herr Lindner, Lehrer an der Fachberufsschule Spittal und unser An-sprechpartner für den Schüleraustausch organisierte für die Anlagen-mechaniker SHK eine Besichtigung der Firma Artweger in Bad Ischl.


Schüler aus Dachau und Spittal vor dem Haupteingang, Herr Lindner (2.v.l)

Mit angehenden Installateuren, Heizungsbauern und Technischen Zeichnern aus dem Sanitärbereich fuhren wir mit dem Bus nach Bad Ischl. Nach einem kleinem Empfang wurden zuerst die ausgestellten Duschen und Bäder kritisch und verwundert betrachtet, denn das „Twin:Line“ war vollkommen unbekannt. Mit der TWINLINE erhält man eine Kompaktlösung, es schafft einen Platz für die Dusche und Badewanne in einem. Die Bewegungsfreiheit wird vergrößert, weil die Duschtüre nach innen aufgeht. Auf besonderem Wunsch kann die Einstiegshöhe fast bodeneben -Höhe von ca. 7 cm- eingebaut werden. Die TWINLINE mit Whirlpool ermöglicht gleich dreifache Badevergnügen auf kleinstem Raum: erfrischende Dusche, entspannendes Bad und belebender Whirlpool. In drei verschiedenen Längen (160, 170 und 180 cm) wird diese Badekombination gebaut. Die Wannen- und Schürzenfarbe ist üblicherweise weiß, aber die Kundenwünsche in farblicher Hinsicht werden fast immer erfüllt. Der anschließende Rundgang durch die Fertigungs- und Montagehallen war sehr aufschlussreich. Die Fertigung erfolgt überwiegend halbautomatisch. Die Aluminiumprofile für die Duschwände werden auf besonderen Kaltsägen abgelängt, mit Schablonen gebohrt, die Durchbrüche entgratet und mit Verbindungsteilen fest miteinander verbunden. Die eingesetzten Gläser wer-den in der Regel geklebt. Durch eine spezielle Beschichtung wird die Glasinnenseite besonders glatt.

Die Herstellung der Badewannen ist sehr aufwändig. Nach vielen Arbeitsschritten,  wie Tiefziehen und „Twin:Line“  von der Firma Artweger in Bad Ischl dem Ausrichten des Grundkörpers, Beschneidung der Ränder, Lackierung und Wärmedämmung auf der Außenseite wird die Wanne mit den Wassereinlass- und -auslassbauteilen versehen. Die Lackierungsarbeiten und die oftmaligen Qualitätskontrollen nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Das sichere Abdichten der Duschtüre war eine technische Herausforderung, welche mit Bravour gelöst wurde.


„Twin:Line“  von der Firma Artweger in Bad Ischl

Schüler im Seminarraum von der Firma Artweger, Herr Lindner (v. l.)

Nach der Werksbesichtigung wurden die Besucher über das Abdichten von Sanitärfugen informiert. An Sanitärobjekten wie Handwaschbecken, Duschen oder Spülklosetts gibt es an den Übergängen zu den anderen Bauteilen Fugen, die mit Dichtstoff geschlossen werden müssen. Die Fugenabdichtung soll eine möglichst dauerhafte, hygienische, wasserdichte und schmutzdichte Verbindung zwischen der sanitären Einrichtung und der Wand oder Fußboden herstellen. An Dichtstoffe für Sanitärfugen werden folgende Anforderungen gestellt: die Bewegung zwischen den Bauteilen aufnehmen, mit dem Untergrundwerkstoffen verträglich sein und darauf einwandfrei haften, die hohe Feuchtigkeitsbelastung aushalten, beständig sein gegen Körperpflege- und Reinigungsmittel, mechanisch widerstandsfähig und alterungsstabil sein, einen Schimmelpilzbefall weitgehend verhindern, also fungizid (pilztötend) sein.

 
Schüler beim Üben vom richtigen Silikonieren

Für Sanitärfugen ist neutral reagierendes, elastisches Sanitärsilikon nach DIN 18545 besonders geeignet.

Folgende Punkte sind zu beachten: möglichst staubfreie, trockene und gleichmäßige Sanitärfuge, Fuge notfalls von Fett oder sonstigen Stoffen reinigen (nach Angabe vom Dichtstoffhersteller), Dichtmasse mit einer Spritzpistole gleichmäßig in die Fuge einbringen, Glättmittel aufsprühen (kein Haushaltsspülmittel), Glättkörper verwenden (nicht mit dem Finger).

Mittwoch, 16. Dez. 2009: Übungen in der Fachberufsschule Spittal


Schüler erstellen ein Strangschema (Hausanschluss mit PWC) am PC

Jeder Schüler durfte nach Anleitung von Herrn Lindner mit dem PC und einer besonderen Software einen sinnbildgemäßen Kaltwasserhausanschluss und einem Wasserverbraucher (Behälter) konstruieren. In die Rohrstrecke wurde ein „Modul Längenausdehnung 500 mm oder 1000 mm“ eingefügt. Die notwendigen elektronischen Bauteile wurden aus einer Bibliothek entnommen. Nach einigen Versuchen wurde das Programm relativ sicher beherrscht. Das passgenaue Verschieben und An-schließen der Formstücke und Armaturen konnte durch eine elektronische Lupe überprüfte werden. Falls durch die erstellte Rohrleitung kaltes oder warmes Wasser floss, dann konnte die Längenänderung durch das „Modul Längendehnung“ ermittelt werden. Nach der Beschriftung dieses Schemas erfolgte der Ausdruck am Drucker.

Anschließend wurde diese Rohrstrecke von jedem Auszubildendem an einer fahrbaren Übungswand von der Firma Horstmann mit Steckbauteilen aufgebaut. Mit einem Schlauch erfolgte der Wasseranschluss mittels eines Schnellverschlusses. Durch das Öffnen der Ventile konnte der Wasserbehälter gefüllt werden.

Mithilfe der Spittaler Schüler wurden nun Messvorrichtungen am Modul angebracht, eine Zuordnung zwischen Übungswand und Computer erfolgte über eine Funkeinrichtung. Floss nun Wasser durch die aufgebaute Rohrleitung, so wurde die Längenänderung in mm vom Modul am Bildschirm des PC`s über Funk angezeigt. Formel: Δ l = l0 * Δ δ * α.

Schüler vor der fahrbaren Übungswand  mit der montierten Rohrstrecke und dem „Modul Längendehnung“

Nach der Mittagspause durften die Schüler den Computerraum im zweiten Stockwerk aufsuchen. Mit einem CAD-Programm wurde ein einheitliches Badezimmer mit den Maßen 3,5 m mal 2,5 m, einer innenliegenden linken Tür und einem Fenster festgelegt. Auch die Badezimmerhöhe und die Wanddicken wurden vereinheitlicht. Anschließend konnte das Bad individuell gestaltet werden.

Die Badewanne ist ein zentrales Stilelement bei der Badgestaltung. Welche optische Wirkung mit der Wanne zu erzielen ist, hängt ganz wesentlich davon ab, welche Wanne gewählt bzw. wo und wie sie aufgestellt wird. Badewannen können im Allgemeinen: frei im Raum stehen, ein- oder angebaut oder in den Boden eingelassen werden. Wannen, die teilweise oder ganz in den Boden eingelassen sind, können bequem erreicht werden. Ihr Unterbau ist dann jedoch in vielen Fällen für Wartungsarbeiten nicht zugänglich.

 
Schüler bei der Badgestaltung mit dem „3D-Programm“

Aus einer Bibliothek konnten die unterschiedlichen Sanitärgegenstände wie Badewanne, Dusche, Waschtisch, WC und Bidet ausgewählt und im Raum platziert werden. Über eine Drehfunktion war das Bad auch von verschiedenen Seiten, aber auch von der Vogelperspektive aus betrachtbar.

 
Bildschirm-Ansichten vom erstelltem Bad (Format DIN A 3)

Auf den notwendigen Bewegungsraum nach DIN 18022, um die sanitären Einrichtungen zu nutzen, wurde weniger beachtet. Die erforderlichen Ob-jektabstände und Bewegungsflächen wurden nicht immer eingehalten. Das Bad wurde auch mit Armaturen, Schränke, Regale, Spiegelschränke, Lampen, Heizkörper und sonstigen Accessoires bestückt.

Zum Schluss wurden die Boden- und Wandfliesen nach Farbe, Struktur, Formen, Maße und Material ausgewählt, um den Sanitärraum optisch ansprechend zu gestalten. Nach Beendigung dieser Arbeiten erfolgte am  Farbdrucker der Ausdruck dieses DIN A3 Blattes.

Donnerstag, 17. Dez. 2009: Praktischer Wettbewerb

Die Schüler aus Dachau und Spittal (Installateure) erhielten von Herrn Lindner folgende Aufgaben: PE-HD-Rohrleitung und eine Cu-Trinkwasserleitung DN 15 nach Plan innerhalb von zwei Stunden anzufertigen. Die Verbindungen vom  Kunststoffrohr mussten spiegelgeschweißt und die Kupferrohrverbindungen weichgelötet werden.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Werkbank, das nötige Werkzeug, Schweißspiegel und einen Propangasbrenner. Das Rohrmaterial war als Stangenmaterial vorhanden.

Schüler bei der Rohrbearbeitung

Die Auszubildenden konnten nun aus einer mehrjährigen Ausbildung pro-fitieren. Die Rohre wurden auf die geforderten Längen abgeschnitten, ent-gratet und lose mit den Formstücken verbunden, um die geforderten Längenmaße nach Plan zu überprüfen. Beim Cu-Rohr wurden T-Stücke und Winkel verwendet, das Biegen von Rohren war nicht vorgesehen. Nach dem Reinigen der Rohrenden und Bestreichen mit dem Flussmittel wurden die Bauteile verbunden und nacheinander weichgelötet.

Beim Abwasserrohr wurden die Rohrenden an die heißen Spiegelflächen gehalten und dann im teigigen Zustand miteinander fluchend zusammengefügt. Eine kleine Drehung oder eine außermittige Versetzung hatte negative Auswirkungen auf die Schweißnaht hinsichtlich Aussehen und/oder Festigkeit.

 
„Kontrolle“ und Anteilnahme durch eine Mitschülerin

Alle Schüler haben diese Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeit erfüllt.

Ein Kollege aus dem Sanitärbereich durfte alle Rohrteile nach den Bewer-tungskriterien (Maßhaltigkeit, Flucht, Winkel, Löt- und Schweißver-bindungen usw.) bewerten.

Donnerstag: 17. Dez. 2009: Besuch der Firma GEO-TEC, Fußballspiel

Nach den Anstrengungen am Vormittag  war die Mittagspause willkom-men.  Am Nachmittag wurde zu Fuß die Firma „GEO-TEC Solartechnik“ in Spittal besucht.

Nach dem Empfang und Vorstellung der Firma wurden die solarthermi-schen Vorteile in der Brauchwasserbereitung und bei der Heizungsunter-stützung besprochen. Fazit: Die Sonnenenergie wird zu wenig genützt.


Rundgang durch die Fertigungs- und Montagehallen der Firma GEO-TEC

Die Aufgabe von Kollektoren ist es, die Sonnenstrahlung zu absorbieren, in Wärmeenergie umzuwandeln und diese dem Wärmeträgermedium zuzuführen. Es war sehr interessant, den Werdegang eines Kollektors zu verfolgen. Das Aufbringen der Cu-Rohre an den Absorber, Wärmedämmung an den Seitenflächen und an der Unterseite des kastenförmigen Gehäuses.

Die Abdeckung des Flachkollektors besteht aus Sicherheitsglas. „Schwitz-wasser“ aufgrund von Temperaturunterschieden und die hohen Qualitätsanforderungen an die Kollektoren erfordern spezielle technische Lösungen und ein maßgenaues und sorgfältiges Arbeiten bei der Herstellung.

In der schuleigenen Turnhalle erfolgte ab 18:30 Uhr ein Fußballturnier.

Gespielt wurden jeweils zwei mal 7 Minuten und notfalls musste ein Sieger durch das Elfmeterschießen (internationale Regel) ermittelt werden.

Nach dem Aufwärmen wurde zuerst gegen Spittal II gespielt, nach anfänglicher klarer Führung musste aber erst durch das Elfmeterschießen ein Sieger ermittelt werden. Dachau ging als Sieger hervor. Danach spiel-te Spittal I : Spittal II; Spittal I setzte sich beim Elfmeterschießen durch. Das Endspiel bestritten nun Dachau : Spittal I, Dachau behielt die Ober-hand und gewann mit 4:3. Alle Spiele waren sehr kämpferisch und emoti-onal, aber sehr fair.


Dachauer Hallen-Fußballmannschaft

Freitag, 18. Dez. 2009: Siegerehrungen und Rückfahrt

Die Zimmer wurden um 08:30 Uhr geräumt und an die Hausverwaltung wieder übergeben. Bis zur Abreise stellte man das Gepäck in einen absperrbaren Raum.

Um 09:30 Uhr trafen wir uns im Multifunktionsraum der Fachberufsschule, um die Sieger vom Vortag zu ehren. Dort warteten bereits die Schulleiterin und Herr Lindner mit Berufsschülern. Die Schulleiterin Frau BD Hofer hatte uns bereits am Mittwoch äußerst herzlich begrüßt.

Nach einem kurzen Wochenrückblick hat Frau Hofer den teilgenommenen Mannschaften gratuliert und jeweils einen Pokal und eine Urkunde dem Mannschaftsführer überreicht. Mit etwas Wehmut wurden die Sieger aus Dachau geehrt, die Hoffnungen in die „Spittaler Buam“ waren sehr groß.


Die drei Fußballmannschaften  und Herr Lindner (v. l.)

Anschließend erfolgten die Auszeichnungen für den praktischen Wettbewerb.

Die angefertigten Rohrleitungen wurden sehr gewissenhaft und objektiv bewertet und trotzdem ergaben sich zwei punktgleiche 3. Sieger mit 32 von 38 möglichen Punkten, der 2. Sieger hatte nur eine Mehrung von einem Punkt. Den Sieger im praktischen Wettbewerb stellte aber Spittal, der Schüler hatte diese beiden Rohrstücke mit überzeugender Genauigkeit und Sorgfalt angefertigt und nach dem Bewertungsschema bis auf einem die maximale Punktezahl erreicht. Die Pokal- und Urkundenüberreichung durch die Schulleiterin Frau Hofer, das Stehen auf dem „Stockerl“ und der Applaus von den Schülern werden sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Leistungen!

 
Die Sieger vom praktischen Wettbewerb, Frau Schulleiterin BD Hofer (l.) und der Schulleiterstellvertreter Herr Seger (r.)

Nach den Auszeichnungen der Sieger überreichte Herr Lindner an die Dachauer Gruppe ein Gastgeschenk, welches ich stellvertretend annahm. Die Fachabteilung Sanitär- und Heizungstechnik hatte einen Blechzylinder mit Boden angefertigt und am äußeren Umfang unterschiedliche Rohrwerkstoffe mit denkbaren Rohrlängsverbindungen angebracht. Die eine oder andere Verbindung war den Schülern unbekannt.

 
Überreichung des Gastgeschenkes von Herrn Lindner

Während der gemeinsamen Woche wurden auch die Berufsausbildungen und die Gesellenprüfungen besprochen. Zwischen Kärnten und Bayern er-gaben sich folgende wesentliche Unterschiede:

– die Ausbildung zum Installatuer oder Heizungsbauer dauert drei Jahre,
– werden beide Berufe vom Auszubildenden angestrebt, dann dauert die Ausbildungszeit vier Jahre
– eine theoretische Gesellenprüfung entfällt, wenn im Schulzeugnis mindestens positive Leistungen erreicht wurden, ein Notenausgleich ist aber nicht vorgesehen,
– die Schüler besuchen pro Jahr an zehn Blockwochen die Fachberufsschule und absolvieren 45 Unterrichtsstunden pro Schulwoche.

Der EC 112 fuhr pünktlich um 11:39 los. Während der Bahnfahrt kamen alle Teilnehmer zu dem Schluss, dass der Schüleraustausch mit Spittal sehr positiv war. Die vielen fachlichen Informationen zur Berufsausbil-dung in Kärnten und die kulturellen Gegebenheiten waren sehr eindrucksvoll. Die Gastfreundschaft und der positive Eindruck durch die Stadt bestärkte unsere Haltung, dass man Spittal wieder besuchen muss. Auch der europäischen Idee der gegenseitigen Völkerverständigung kam man näher.

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Schulleiterin der Fachberufsschule, Frau Hofer, vor allem aber bei Herrn Lindner und allen beteiligten Personen, die uns eine unvergessliche Woche ermöglicht haben.

Auf dem Weg zum Bahnhof Spittal-Millstättersee um 10:30 Uhr

 


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